Samstag, 28. Juli 2012

Endlich fertig?

Das frage ich mich seit ungefähr 2 Jahren bei dieser Arbeit:



Aber es hilft ja nix: Es ist noch nicht fertig: Die Füße der beiden Wanderer muss ich noch besser ausarbeiten, die Situation am Ende des Kamels (also der Schwanz) ist noch irgendwie unklar, die Randlösung gefällt mir noch nicht, etc.
Also, ich denke noch mal 2 Jahre drüber nach.




Mittwoch, 25. Juli 2012

So ein "Taschennähwunder"


bin ich wirklich nicht.  Mir fehlt schon die Geduld, die gefühlten 1000 Einzelteile aus den gefühlten 10 verschiedenen Stoffen und Einlagen zu zuschneiden. Vor solchen Taschenkünstlerinnen wie Frau Machwerk eine ist, habe ich darum den allergrößten Respekt und kann nur bewundern, mit welchem Einfallsreichtum, welcher Erfahrung und handwerklichem Können sie immer die tollsten Taschen und Täschchen austüftelt und zusammenzaubert.

Jetzt habe ich mich aber doch mal an ein ganz einfaches Modell - etwas aufgehübschter Stoffbeutel- gemacht, das meine Freundin zum Geburtstag bekommen soll. Wichtig waren mir die Größe, damit die Tasche in einen Fahrradkorb passt, sowie eine Innentasche mit Reißverschluss und ein Schlüsselband, damit sie Geldbörse und Haustürschlüssel nicht unter den Einkäufen suchen muss.



Als kleines Anhängsel habe ich ein Täschchen für den Einkaufschip  - auch so ein Teilchen, dass ja nie da ist, wo man es gerade braucht- gebastelt. Dazu habe ich erstmal einen Radiergummistempel geschnitzt. Passend zum beschichteten Stoff des Unterteils mit einem Pilzmotiv.


Mit Stoffstempelfarbe habe ich das Motiv auf  Stoff gestempelt und mit der Zackenschere ausgeschnitten. Den Stoffkreis habe ich auf einen etwas größeren Kreis aus festem Bastelfilz genäht und das Ganze dann auf einen zweiten Filzkreis. Dabei habe ich ein doppeltes Stück Wäscheband mitgefasst und an einer Seite eine Öffnung gelassen.



Das fertige Täschchen habe ich einfach in der oberen Naht festgenäht. Das ist noch verbesserungsfähig, aber ich finde es schon mal ganz schön so, denn es gibt der Tasche die "besondere Note".


(Achso, ein echtes "Aha"- Erlebnis war die feste Bügeleinlage, die ich mal vom Stoffmarkt mitgenommen hatte: Klebt super und bringt richtig Stand. Da stimmt doch mal das Preis-Leistungsverhältnis!!)



Sonntag, 22. Juli 2012

Kleidchen

wie dieses habe ich als Kind geliebt. Damals hießen die allerdings noch "Trägerrock" und ich erinnere mich an Modelle mit Falten - oder Tellerrock unten dran, gerne in kariert oder aus grauem Flanell.
Aber auch meine kleine Nichte scheint diese zeitlose Mode zu schätzen, denn mich erreichte die Bitte ein Nachfolgemodell für dieses Kleidchen zu nähen.



Es gab auch noch Reste von dem sehr festen blauen Jersey des ersten Kleidchens, so dass ich auf ganz große Veränderungen verzichtet (meine Kinder liebten es immer sehr beständig) und das gleiche Modell nur etwas verlängert habe. Die Blume fand ich allerdings etwas langweilig und Taschen kann man immer brauchen, darum habe ich nun 2 Kätzchentaschen auf die Vorderseite genäht.Der Schnitt ist selbstgebastelt, dabei habe ich mich an "Amelie" orientiert.



Mittlerweile ist das neue Kleid auch bei der Trägerin angekommen und wurde für gut befunden.
Winke-Winke Linni!!



Donnerstag, 12. Juli 2012

Experimente II

Blumen aus Stoff  sind ja nichts wirklich Neues, aber trotzdem wohl immer irgendwie aktuell. Jedenfalls habe ich gestern beim Einkaufen ein Exemplar gesehen, das hätte im Prinzip auch von mir sein können, wären die Farben nicht so schreiend gewesen. Aber sonst war es dieser Blume ganz ähnlich, nur das Blüteninnere und die Drahtverstärkung der Blätter fehlte.





Für diese Blume habe ich einen Rest alter Tischwäsche genommen - das war aber leider nicht so eine gute Wahl. Jedenfalls finde ich die Blüte zu massig und schwer. Gefärbt habe ich das Ganze mit Tee.




Besser gelungen finde ich diesen verschrumpelten Apfel. Dafür habe ich einen leicht glänzenden Jaquard-Dekostoff kreuz+quer benäht, so dass der Stoff sich schon mal sehr zusammengezogen hat und "verschrumpelt" ist.
Dann habe ich daraus einen Ball genäht und wieder mit eingezogenem Draht so verstärkt, dass man den Apfel nun in eine beliebige Form (also eines vertrockneten Apfels - ein frischer wird daraus nicht mehr!) bringen kann.






Vielleicht sollte ich noch dazu sagen, dass alle Teile so an die 20 - 25 cm groß sind. Noch größer wäre aber noch toller finde ich. Nur: Was mache ich dann damit?
















Donnerstag, 5. Juli 2012

Experimente

Dauerhaft umkreise ich die Frage, wie man aus zweidimensionalen Stoffstücken dreidimensionale Objekte schaffen kann - seien es Dinge, die man über einen bereits bestehenden Körper stülpen kann (Kleidung!), Dinge, die durch Befüllen dreidimensional werden (z.B. Taschen, Kissen etc.) oder - und jetzt kommt`s: Dinge, die so ein Innenleben haben, dass sie von sich aus dreidimensional sind.

Irgendwie nicht so ganz einfach zu erklären, darum zur Anschauung mal ein paar Fotos  von den Experimenten, die ich hierzu gelegentlich mache.



Das von mir gewählte Thema war Verfall und Verwesung und ich habe versucht, die Schönheit dieses Prozesses darzustellen. Dazu habe ich mit Stoff, Wolle, Farbe und  - ganz wichtig!- Draht gearbeitet. Demnächst mehr dazu. Jetzt sind erstmal die echten Blumen dran, damit die nicht so schnell in obigen Zustand übergehen....