Freitag, 6. September 2013

Endlich

sind nun auch mal nach ichweißnichtwievielenJahren diese "Eiligen zwei Könige auf ihrem Weg durchs Gebirge" fertig. (Obwohl ich noch unschlüssig bin, ob ich dem hinteren Herrn nicht noch etwas zum hinterherziehen mitgeben soll..?!)


Einen Zwischenstand hatte ich ja schon einmal hier gezeigt, musste allerdings gerade feststellen, dass ich an der Randlösung, die mich damals noch so gestört hat,  nichts mehr verändert habe - manche Dinge erledigen sich einfach von allein.

Ganz viel habe ich auch nicht mehr gemacht - genau genommen nur ein bisschen mehr Glitzerkram zugegeben.
Das Gebirge scheint mir übrigens die Mongolei zu sein und stammt aus meinem alten Diercke-Weltatlas.

 Und sonst so? Das Leben eilt dahin und ich komme kaum hinterher...

Donnerstag, 4. Juli 2013

Druck + Farbe Teil II

Ups, da ist es doch schon wieder Donnerstag geworden... In den Ferien vergehen die Tage einfach schneller. Das könnte natürlich daran liegen, dass ich "bis in die Puppen" in meinen japanischen Krimis lese, dann schlecht schlafe, weil die so ekelig und brutal sind und dadurch am nächsten Morgen nicht aus dem Bett komme. Aber was soll man machen...?

Jetzt aber wie angekündigt, was aus der "Geheimproduktion" geworden ist:


Zuerst mal ganz unspektakulär ein kleines Täschchen in schwarz-weiß mit rotem Wachstuchfutter. Mir gefällt gut, dass die Schrift hier nicht so ins Auge springt, sondern eher wie ein Stoffdesign aussieht. 

Der zweite Versuch sollte dann farbiger sein und darum habe ich etwas Patchwork versucht. Dazu habe ich die kleinen Schnipsel, aus der Flickenkiste in die jeweils größtmöglichen Rechtecke geschnitten und diese auf ein Stück Fleece genäht. Das sieht von hinten so
 und von vorne so aus.


Aus dem Stück, einem zusätzlichen Stück Vlies und einem alten Kopfkissenbezug habe ich dann mit Hilfe eines passenden Tellers  Kreise ausgeschnitten, miteinander verstürzt und in Runden abgesteppt. Vermutlich entsprich diese Arbeitsweise nicht der echten Patchworknorm aber glücklicherweise bin ich da ganz unbedarft.




Weil es bisher nur ein Exemplar gibt, habe ich dieses zum Untersetzer erklärt. Als Topflappen bevorzuge ich ohnehin die von meiner Mama aus Baumwolle gehäkelten.
Für das dritte "Geheim" habe ich noch eine andere Idee, aber ich fand erstmal, dass das Enkelkind schnell noch ein neues T-Shirt aus dem lustigen Punktejersey braucht.


Fazit: Meiner Meinung nach gibt es viele schöne Einsatzmöglichkeiten für Schriften auf Stoff. Ich kann mir z.B. "Schreibschrift" auch sehr gut mit der Ausbleichtechnik, die Griselda gezeigt hat vorstellen.
Die Gummiplatten vom Boesner finde ich übrigens für nicht so ganz feine Arbeiten ok. Durch das Liegen ohne die Verpackung bzw. den Gebrauch werden sie etwas fester. Eine bessere Qualität soll "Speedy-Carve" sein. Dafür habe ich mir mal diese Quelle gemerkt: http://www.patchworkshop.de/index.php
Die Stoffmalfarbe gibt es manchmal ziemlich günstig (80ml für 2,--€)  bei "T*dy".



Sonntag, 30. Juni 2013

Stoffspielereien: Druck + Farbe

hat sich Frau Machwerk für diesen Monat als Thema ausgedacht und dabei schon mal ihren wunderbar mit Eau de Javel gesprenkelten Gartenliegenauflagenbezug (gibt es das Wort wirklich?) als Motivation vorgeführt.  Und was heute da und in den anderen Blogs gezeigt wird, ist echt sehenswert.
Bei "Druck" denke ich sofort an Schrift und das Motto des Monats war darum eine gute Gelegenheit, ein bisschen mit den Radiergummistempeln weiter zu probieren.
Eins meiner Lieblingswörter (wenn es sowas überhaupt gibt) ist unbedingt (wäre auch ein Lieblingswort) das Wort "Geheim". Nicht weil ich so eine Geheimniskrämerin bin, sondern ich finde, das Wort sieht irgendwie schön aus (!) und erzeugt so eine angenehme Spannung. Also jedenfalls das ideale Wort für meine Versuche.
Weil ich gerne Seriphen mag habe ich irgendeine klassische Schrift wie "Bookman Old Style" in der Größe 200p genommen und  die entsprechenden Buchstaben ausgedruckt.   Die Buchstaben habe ich spiegelverkehrt mit Bleistift auf die Gummiblöcke übertragen und ausgeschnitten.
Dazu gibt es aber auch im Netz xxx Anleitungen. Dann habe ich nach der bewährten Methode von Hannafaktur  mit Stoffmalfarbe einige Versuche auf hellen Stoffresten gemacht. Dabei ist es schon gut, die Farbe nicht mit einem Pinsel, sondern wie von Hanna beschrieben mit einem Schwämmchen zu verteilen, sonst macht die Farbe beim Drucken Blasen.


Alles schön trocknen lassen und bügeln. Was ich aus den Stoffschnipseln gemacht habe, ist natürlich geheim zeige ich morgen oder so. Heute muss ich erstmal "Tatort" gucken.

Sonntag, 23. Juni 2013

Sommerferien

Nur noch 3 Tage, dann brechen hier die großen Ferien aus - für uns dieses Jahr schon etwas früher, denn unser letztes "Schulkind" wurde dieses Wochenende mit einer schönen Abschlussfeier und einem wunderbaren (von den SchülerInnen perfekt selbst organisiertem)  Abiball aus der Schule entlassen. Damit endet für mich eine 26-jährige Lebensphase - mein halbes Leben -, denn  solange habe ich hier SchülerInnen versorgt. All unsere Kinder haben eine Gesamtschule besucht und ich glaube, es lag vor allem daran, dass diese Zeit doch sehr entspannt und das Miteinander freundlich war.
Aber jetzt ist es vorbei und unsere drei machen ihren eigenen Weg. Wir sind gespannt, mit was sie uns noch so überraschen...

Die Bilder zeigen unseren Kalender im Juli und August. (Familienplaner brauchen wir nun auch nicht mehr) :(

Donnerstag, 13. Juni 2013

Ein Kleid

Es gibt so Phasen, da kann ich mir nicht vorstellen, jemals wieder irgendein Teil zum anziehen zu nähen. Warum das so ist, weiß ich auch nicht wirklich, aber ich weiß, dass diese Phasen  u. U. Jahre dauern können (und T-Shirts erstaunlicherweise davon ausgenommen sind.)
Offenbar ist aber gerade mal so ein Phase vorbei, denn in den letzten Wochen habe ich Einiges von meiner Kleiderwunschliste abgearbeitet und sogar noch Lust, mehr zu machen. Das liegt auch an diesem Kleid, ein Modell aus einer alten Burda. Ich fand den Schnitt gleich schön, mich hatte aber abgeschreckt, dass in der Burda das Kleid aus Ziegenleder genäht war, die Nähanleitung  entsprechend für Leder war,  und ich keine tote Ziege am Körper tragen will.
Jetzt habe ich das Kleid aus einem dünnen Jeansstoff genäht, der sich gut nähen ließ und dankenswerterweise weder knittert noch durchscheint. Die Ausschnitte habe ich mit Belegen versäubert, die ich selber gebastelt habe und die Armausschnitte sind mit Schrägbandstreifen eingefasst. Diese Teile fehlten im Schnitt, da man die bei Leder ja nicht braucht. Das ist aber alles mit ein bisschen Erfahrung gut machbar. Den Saum habe ich um 10 cm verlängert, weil ich lieber kniebedeckt trage.

Der Schnitt besteht ja aus vielen kleinen Einzelteilen und ich hatte mir Gr. 42 abgenommen - eigentlich mit der Absicht, dann ohne Nahtzugaben zuzuschneiden. In weiser Vorraussicht und weil mir doch alles sehr klein vorkam,  habe ich dann aber doch überall 0,5 cm zugegeben und siehe da: Es sitzt perfekt. Jetzt fürchte ich allerdings die erste Wäsche, denn vorher habe ich den Stoff natürlich nicht gewaschen...

Glücklicherweise war das Wetter in den letzten Tagen bei uns ganz wunderbar und ich habe das Kleid schon einige Male angehabt. Momentan denke ich darüber nach, ob es als "kleines Schwarzes" auch was für den Abiball unserer Jüngsten wäre. (Sie hat es geschafft. Hurra!)

Erstmal habe ich aber aus den Resten noch ein Sommerkleidchen fürs Enkelkind genäht.
Und weil diese Fotos netterweise meine Tochter gemacht hat, gibt es auch mal ein Bild vom Hund, der unser Treiben interessiert verfolgte und sich dabei seine ganz eigenen Gedanken gemacht hat.

Freitag, 7. Juni 2013

Rotkäppchen

Mein Enkelkind ist ein kleines Mädchen, das gerne Blumen pflückt und dabei alles um sich herum vergessen kann. Und gab es da nicht schon einmal ein kleines Mädchen, dem bei einer solchen Gelegenheit ganz erstaunliche Dinge passiert sind? Na klar, das war das Rotkäppchen!!
Unser kleines Blumenkind wird in der nächsten Woche 3 Jahre alt und als Geburtstagsgeschenk habe ich ihr ein "praktisches Rotkäppchen-Spiel-Set" gebastelt.
Der Wolf kommt ganz trendy als Pokemon daher - das war zwar nicht so ganz beabsichtigt, aber andererseits, welches aufgeweckte Kind würde heutzutage die Ratschläge eines haarigen Zotteltiers befolgen?
 Durch sein großes Reißverschlussmaul (dabei war mir eine Anleitung für ein Reißverschlusstäschen von Frau Machwerk sehr behilflich.) kommen Großmutter und Rotkäppchen leicht in seinen hungrigen Bauch hinein und auch wieder heraus.
Die Spielfiguren habe ich (siehe vorherige Post) aus weißem Baumwollnessel genäht, mit Schafwolle ausgestopft und dann bemalt. Den Schnitt dafür habe ich selber gebastelt. Ein Detailfoto gibt es leider nur von dem noch sehr jugendlichen Retter, also dem Jäger.
Das Körbchen habe ich aus einem Bastrest gehäkelt und falls die Eltern mal nicht mehr so genau wissen, wie die Geschichte eigentlich weitergeht, gibt es noch ein Büchlein mit den wunderschönen Bildern von Lisbeth Zwerger dazu. (Gibt es leider nur noch antiquarisch)
Ein paar Wackersteine habe ich auch gefunden, aber die Blumen muss das Geburtstagskind dann selber pflücken.





Sonntag, 26. Mai 2013

Stoffspielereien im Mai - Karierte Maiglöckchen -

waren das Thema, das  KaZe, die freundlicherweise dieses Mal die Stoffspielereien sammelt, vor Wochen ausgegeben hat.
Eigentlich hatte ich dazu auch eine Idee, die aber leider jetzt noch ein bisschen warten muss, denn auch wenn es gerade nicht so aussieht: ES IST FRÜHLING!! und da musste ich brüten. Vielleicht hat mich aber auch Suschnas Vögelchen von den April-Stoffspielereien inspiriert? (Zwischendurch gab es dort auch unbedingt sehenswerten Schmuck aus selbstkreierten Häkelblümchen zu sehen - einfach traumhaft.)
Aber bevor ich hier völlig abschweife: Ich war auch mit dem Stoff-mit-Acrylfarben-bemalen-Thema noch nicht durch und so sind bei mir mal wieder Vögel geschlüpft.


Der Grundschnitt stammt aus dem Dekoteil der Burda 8/2011. Ich habe versucht, dieses Muster je nach Vogelart etwas abzuwandeln. Das ist mal mehr, mal weniger gut gelungen und auch noch nicht ganz ausgereift. Die mit Wolle ausgestopften Vögel habe ich dann "vogeltypisch" bemalt, abgeschliffen und jetzt kommt`s: Als Reminiszenz an das vorgegebene Karomotto habe ich in all meinen Flickenkisten gekramt und für die Flügelchen verschiedene karierte Reste zusammengesucht. (Ja ok. der Vogel ganz links hat gepunktete Flügel, aber untendrunter ist Karostoff - ich schwöre!) Die Flügel habe ich mit einem verfilztem Pulloverrest unterlegt, damit sie etwas mehr Stabilität haben und dann mit der Maschine einfach zusammengenäht. Dann habe ich die Flügel mit farbigem Stickgarn aufgenäht und die Körper noch etwas mit Stickereien verziert.

An den Füßen arbeite ich noch und an vernüftigen Fotos auch. Hier dauerregnet es und darum gibt es bis jetzt nur ein paar Fotos im nassen Gras.

Ganz wunderbare karierte Dinge sind schon hier und hier entstanden, der Besuch dort lohnt sich. An Karen vielen Dank für die tolle Idee und fürs Sammeln.